Samstag, 6. August 2011

Das lange Warten (schon wieder)


Zu diesem Post ist mir leider nur ein bereits verwendeter Titel eingefallen. Er umschreibt unseren Zustand am treffendsten. Wir sind von Sorong via Makassar, gut in Jakarta angekommen. Es sind bereits 3 Stunden seit unserer Ankunft vergangen. Jetzt müssen wir nur noch 7 Stunden warten bis unsere Heimreise einen Schritt weiter geht. Wir haben es uns in einer VIP-Lounge soweit es geht gemütlich gemacht. Thesi liegt auf einem Sofa und döst etwas, ich habe mich an meinen Laptop gesetzt und versuche, im Hintergrund von muslimischem Ramadan-Fernsehen abgelenkt, am Blog zu schreiben. Alles in allem haben wir es aber bequem.
Ab 23.00 Lokalzeit können wir Einchecken und dann warten wir nur noch 2 Stunden. Dann der Flug nach Doha wo wir, was auch anderes, in der Transferzone wieder warten. Ca. 4 Stunden bevor es weiter geht nach Zürich-Airport. Über Internet habe ich gesehen, dass wir unsere Koffer nicht noch einmal öffnen müssen. Die Temperaturen sollen nicht so tief sein wie bei der Abreise. So können wir unsere Daunenjacken getrost im Koffer lassen.

Gute Heimreise


Gesund und ohne Brechreize sind wir in Sorong gestrandet. Nach einer 5 Stündigen, zeitweise sehr welligen und nassen Überfahrt von Pef nach Sorong, mit dem Langboot PEF1, wurden wir am Hafen bereits von unserem Fahrer erwartet. Er fuhr mit uns direkt ins Hotel. Nachdem wir uns das Salzwasser der Überfahrt vom Körper geduscht und uns umgezogen hatten, fuhren wir in ein Einkaufszenter. Ein wenig Shopping stand auf dem Programm. Geshoppt wurde nicht viel aber viel gesehen und Eindrücke gesammelt. Anschliessen gingen wir in ein Karaoke-Restaurant zum Essen.
Das Essen war sehr gut, die Gesangseinlagen der anderen Gäste weniger. Am liebsten hätte ich jeweils nach einigen Sekunden den Buzzer gedrückt. Fazit: kein Talent entdeckt!
Im Hotelzimmer zurück, erhofften wir uns einige Stunden Schlaf und Ruhe. Leider war im Zimmer neben uns eine Pumpstation eingebaut und die Pumpe lief im 5 Sek.takt, praktisch die ganze Nacht lang. Frühstück essen und nun wieder warten, auf den Abflug nach Makassar
und dann Jakarta. Evtl. sind wir später noch dankbar für die Pumpe, wenn wir dafür im Flugzeug ein wenig schlafen können. 
Gute Heimreise auch an Armin und Sabine, welche via Makassar nach Bali und dann von dort zurück in die Schweiz fliegen.


Vertreibung aus dem Paradies, Vers 2


 
So, nun ist es also so weit, auch wir werden aus dem Paradies vertrieben. Ein letztes Mal geniessen wir das Rauschen des Meeres, die Weite, die Ruhe, das Essen. Als ob die Sonne etwas Mitleid hätte, versteckt sie sich hinter den Wolken und schaut nur ab und zu ganz verstohlen nach, ob wir schon weg sind. Dann werden wir mit der PEF1 wieder in die Realität, die Zivilisation gebracht. Ich freue mich auf die Überfahrt. Noch einmal das Meer, die Wellen und den Fahrtwind geniessen, bevor uns die Hektik von Sorong einholt.
In Sorong werden wir Übernachten um dann gut ausgeschlafen die weite Heimreise anzutreten.
Wir haben uns entschlossen, irgendwann sehen wir uns wieder, PPP, Paradise Pulau Pef

Leider konnte ich diesen Post gestern nicht mehr setzen, da der Generator wegen eines gebrochenen Keilriemens keinen Strom mehr lieferte. Mit dem Hilfsgenerator wurden nur die Überlebensnotwendigen Geräte am Strom erhalten. z.B. Kühlschrank für Bier

Donnerstag, 4. August 2011

Letzte Tauchgänge

Heute fiel mir des Aufstehen etwas schwer. Gerne hätte ich diesen Tag noch einige Wochen vor mich her geschoben. Aber es musste so sein, die letzten Tauchgänge auf Pef standen an. Thesi wollte nicht mehr Tauchen und so gingen Armin, Danci und ich eben alleine unter Wasser. Armin hatte wieder sensationelle Tauchplätze ausgesucht. Es gab viel zu staunen, zu geniessen und Eindrücke für das lange, tauchfreie Jahr zu speichern. Es gab so viel zu speichern, dass gegen Ende des 2. TG meine Speicherkarte (vom Fotoapparat) aufgab, Speicher voll. Ich hoffe nun dass auch etwas brauchbares dabei ist. Am Abend stand noch ein Pétanque-Duell auf der Liste und dann, zum letzten Mal, was wohl?     Inselleben………

Mittwoch, 3. August 2011

Aller Anfang ist schwer


Am Morgen gleich vor dem Frühstück habe ich mit dem „sanden“ des Dorfplatzes begonnen.
Zwar nicht übermässig, hatte ich doch auch nicht die nötigen Werkzeuge zur Verfügung. Es mangelt an Bulldozern und Lastwagen. Ich wusste mir aber zu helfen und platzierte eine ganze, grosse, Muschelschale voll Sand mitten auf dem Dorfplatz. Ich dachte mir, dass dieser nach unserem Morgen-TG gleichmässig verteilt wäre. Nach dem TG zurück, musste ich leider feststellen, dass mein Haufen noch immer unberührt an seiner Stelle lag. Dies lag evtl. daran, dass er so klein war, dass ihn niemand bemerkte. Voller Tatendrang machte ich mich nach dem Mittagessen wieder an die Arbeit. Diesmal ausgerüstet mit Schaufel und Schubkarre. So schaffte ich drei Schubkarren voll Sand, bevor ich beschloss dass so ein grosser Dorfplatz gar nicht nötig ist. Per Dekret wollte ich den Dorfplatz als kleiner erklären. Leider verstanden mich die Papuas nicht sondern amüsierten sich an dem käsebleichen, tropfnassen Schwächling der nach drei Schubkarren bereits ermüdet war.
Zum Glück mussten wir um 15.00 wieder auf der Matte stehen, denn heute stand noch einmal Kajak auf dem Programm. Wetter gut, Alles gut. Die Kajakfahrt quer durch die Mangroven hat sich gelohnt!
Der Dorfplatz ist noch nicht viel weiter aber ich komme im Moment ja auch nicht dazu wieder Sand zu schaufeln. Im Moment bin ich am bloggen und um 18.45 geht’s zum Nacht-TG.
Nachher duschen, essen und sicher kein Sand mehr schaufeln, sondern Inselleben………



Man kann sich gut vorstellen wie schön und einladend der "Dorfplatz" ist, wenn er komplett mit weissem Sand gedeckt ist.
Der Anfang ist gemacht !



Dienstag, 2. August 2011

Nach em Räge, schynt......


Heute Morgen erwacht und ein wunderschöner Tag kündigte sich an. Sonne pur und vor Pef fast keine Wellen. Armin schlug einen Tagesausflug vor. Durch die Passage zum Tauchplatz Sardines zu fahren, bei der Passage Mittagessen und dann noch einen TG in der Nähe. So fuhren wir los Richtung Passage. Der Wind und die Wellen frischten immer mehr auf. Nach der Passage mussten wir unser Programm ändern, die Wellen wurden zu hoch und die Fahrt war nicht mehr so gemütlich. So machten wir unseren 1.TG an einem Riff das Armin schon lange erkunden wollte. Ein toller TG mit fast allem was das Taucherherz höher schlagen lässt. 
Den Mittagshalt machten wir wie vorgesehen auf einer Insel am Anfang der Passage.
Der 2.TG fand dann in einem Seitenarm der Passage statt.
Massenhaft Nacktschnecken, konnte viele Fotos schiessen!
Rückfahrt nach Pef ca. 1 Std. mit viel Spass und fast keinen Wellen mehr. 
Danci trällerte Papualieder auf seiner, mit nassen Lappen geflickten Flöte.
Diesen Post kann ich nun direkt aus unserem Bungi senden, denn die Internetverbindung beschränkt sich nicht mehr nur auf den Officebereich. 
Trotzdem würde es mir nie in den Sinn kommen, etwas Geschäftliches zu erledigen!
Denn ich freue mich aufs Nachtessen und aufs Inselleben….

 

Ob ich Morgen einen Post schreiben kann, weiss ich noch nicht, muss noch den  ganzen Dorfplatz mit weissem Sand belegen. Bin dann evtl. noch nicht ganz fertig oder zu müde. 
Mir wei luege!