Samstag, 11. August 2012

Transit (11.8.12)


Fast pünktlich um 04.15 wurden wir abgeholt und an den Flughafen gefahren. Der International Airport of Sorong hatte aber noch nicht geöffnet. So warteten wir halt einige Minuten bis der Officer den Flughafen öffnete. Pünktlich starten wir mit der kleinen 2 motorigen Maschine Richtung Ambon.
Dort hechtet Sabine zum Transferdesk und holt uns unsere Weiterflugtickets ab. In einer normalen Linienflugmaschine geht es weiter nach Makassar. Die Sitze sind so eng montiert, dass man gar keine Gurten braucht. Das Aufstehen nach dem 1,5 Std. Flug ist dafür etwas mühsam. In Makassar ist Eile angesagt, denn der „last call“ wurde bereits aufgerufen. Armin organisiert noch schnell Kaffee von Starbucks und weiter geht’s. Diesmal haben wir die Sitze beim Notausstieg und Platz zum Verschwenden für unsere Beine. Wie bereits geschrieben sind wir zwischenzeitlich gut in Jakarta angekommen, haben unser Gepäck im Hotelzimmer deponiert und haben, …..   bereits sehr gut gegessen. Während dem Verdauen warten wir auf den Anschlussflug der KLM von Jakarta über Kuala Lumpur nach Amsterdam. Was passiert wohl weiter? Lies es im nächsten und sogleich letzten Post.






Abfahrt (10.8.12)


So, nun ist es also schon wieder so weit, wir müssen heute abreisen. Vorher muss ich aber noch einmal am Project Shark’s Bay arbeiten. Schlussendlich ein voller Erfolg. Nach dem Mittagessen noch die letzten Sachen einpacken und dann warten bis die Koffer abgeholt werden. Wie üblich, gab es die grosse Verabschiedung mit Musik und Tanz. Völlig durchgeschwitzt gingen wir dann etwa 15.30 Uhr Inselzeit aufs Boot für die Überfahrt nach Sorong. Die Überfahrt war recht ruhig und wir kamen um 18.30Uhr Lokalzeit in Sorong an. Schnell ins Hotel, umziehen, dann in den Johan (Warenhaus) um vielleicht kleinere Mitbringsel zu kaufen. Viel Brauchbares hat’s aber nicht aber dafür ist es Spottbillig. Anschliessend gingen wir wieder in unser Inn-Lokal. Ein Restaurant mit Karaoke. Man bestellt nebst dem Essen auch noch die gewünschte Musik aus einer Menükarte und erhält dazu das Mikrofon. Kann richtig spassig werden. Sicher nicht wegen dem Gesang, aber jetzt meldete sich plötzlich mein Ohr mit Schmerzen. Zum Glück sind wir noch mit Medikamenten eingedeckt. Dann ab ins Hotel, etwas schlafen, denn um 03.45 läutet bereits wieder der Wecker. 

Fotosession (9.8.12)


Heute sind wir nach Wofoh Selatan gefahren. Armin zeigte mir einen sensationellen Platz für Makroaufnahmen. Dort haben wir uns so richtig ausgetobt. Die Kameras rauchten. Am Nachmittag machte ich noch einen letzten Tauchgang in diesen Ferien. Auch dies war wieder ein wunderschöner TG. Zum Nachtessen machte  uns Thesi die mitgebrachten Aelplermakkaronen mit viel Bergkäse und, wer’s denn mag mit Apfelmus. Es war ein Schmaus. Armin und Sabine konnten sich so schon wieder etwas an die Schweizer Küche gewöhnen. Anschliessend war Folkloreabend angesagt. Auf unseren Wunsch hin spielten die Papuas ihre Volkslieder im Restaurant und nicht wie sonst bei ihnen im Männerhaus. Es war toll.
Terima kasih banjak




Tagesausflug (8.8.12)


Heute war wieder ein Tagesausflug auf dem Programm. Wir fuhren frühzeitig um 08.15 Uhr los Richtung Dampier Strait. Ja richtig, schon wieder dorthin. Eigentlich wollten wir nach Fam aber der Wellengang zwang uns unsere Strategie zu ändern. Und wieder einmal hat es sich gelohnt. Nebst einem Znüni und dem Lunch auf Mioskon, der Insel mit den Flughunden, machten wir drei sensationelle Tauchgänge. Leider muss Thesi seit gestern auf Tauchgänge verzichten, wenn sie die Ohrenschmerzen irgendwann mal loswerden will. Ich machte deshalb ein paar Aufnahmen mehr um ihr die Tauchplätze etwas erklären zu können. Super Tag, alles OK, auch eine verlorengegangen Tauchlampe bei einem Suchtauchgang wieder gefunden und nur einen leichten bis mittleren Sonnenbrand. Während der Suchaktion durch Sabine wurden wir nämlich auf Mioskon ausgesetzt.
Freundlicherweise liess sie uns aber Wasser und Mittagessen dort. Jetzt sind wir wieder auf Pef, ich bereite den Blog vor (man weiss ja nie wann man wieder Internetanschluss hat) und warte auf’s Nachtessen.



Ada Proyek (7.8.12)

Heute nehmen wir es ruhig. Thesi hatte eine sehr schlechte Nacht. Starke Ohrenschmerzen und die vielen Mückenstiche oder Sandflohstiche haben sie gequält. Deshalb habe ich beschlossen uns für heute vom Tauchen abzumelden. Habe ich dann um 07.15 Uhr auch gemacht, bevor alles auf dem Boot verstaut ist. Nachdem ich Thesi das Frühstück am Bett serviert habe, sah auch bei ihr die Welt wieder etwas anders aus. Dabei geholfen haben natürlich auch die Schmerzmittel und das Antibiotikum das sie jetzt einnehmen muss. Dann liess ich sie ihrer Lieblingsbeschäftigung, sünnele und lesen nachgehen. Das verschaffte mir Freiraum um unser Projekt „Shark’s Bay“ wieder etwas voranzutreiben. Am Abend brachte Armin von der Insel der Perlfarmers eine Wildschweinkeule mit.
Schon hatten wir wieder ein neues Projekt (bahasa indonesia: ada project).
Welches ist wohl die schmackhafteste Zubereitung? Wir entschieden uns für grillieren.
Während des Apéros brutzelte die Keule über der ausgiebigen Glut des Eisenholzes. Jede Seite etwa 20 Minuten. Das sah lecker aus und duftete auch so. Um es kurz zu machen, die Wildschweinkeule war sensationell. Den Abend liessen wir an der Strandbar unter den Palmen und dem Sternenzelt ausklingen.




Cervelat bräteln (6.8.12)


Der heutige Tag fing etwas verschlafen an. Die ganze Nacht hindurch hat es geregnet. Es war auch etwas kühl, sodass ich das erste Mal das Leintuch über mich gezogen habe. Wir liessen den ersten Tauchgang aus, denn unsere neue Inselmitbewohnerin Tamara ist Hardcore Taucherin, steht am Morgen um 8.00 beim Jetty und wartet auf die Abfahrt. Dann folgen noch mindestens zwei weitere Tauchgänge am Tag. Für uns definitiv zu viel, denn wir sind hier in den Ferien. Deshalb etwas länger liegen bleiben, das Frühstück und die Ruhe geniessen und keine Hektik aufkommen lassen. Heute liessen wir also beide Vormittagstauchgänge zu Gunsten des „Project Shark Bay“ aus. Armin und ich versuchten die „Haiverseuchte“ Bucht vor Pef auf Chip zu bannen. Unser Projekt ging bis Mittag und ich musste mich schon fast beeilen um den Nachmittagstauchgang noch rechtzeitig zu erreichen. Thesi blieb wieder einmal wegen Ohrenschmerzen auf der Insel (siehe Posts vom letzten Jahr). Es war ein toller TG mit vielen Fotomotiven. Vom TG zurück musste ich mich schon wieder beeilen (von wegen Ferien) denn um 18.00Uhr war Abfahrt in die Cervelat-Bucht. Wie letztes Jahr genossen wir am Lagerfeuer ein Apéro und dann Cervelats am Spiess und Schlangenbrot. Sensationell!! Mit dem kühlen Bintang und dem Thommy Senf ein absoluter Genuss. Seit Mittag war auch das Wetter wieder schön und so konnten wir nun am schwarzen Nachthimmel die vielen Milliarden Sterne betrachten. Wieder einmal ohne Lichtsmog die Milchstrasse bewundern. Gegen 22.30 landeten wir wieder am Jetty, räumten das notwendigste auf und gingen ab ins Bett um das Erlebte noch einmal in unseren Träumen zu verarbeiten.



Regentag (5.8.12)


Heute ist ein grauer Regentag. Um etwas Farbe zu sehen geht man hier an besten unter Wasser.
Den ganzen Tag leider ohne Thesi, sie lässt zurzeit das Tauchen sein, sie spürt ihr Ohr.
Wie bereits angetönt, Unterwasser die prächtigste Farbenvielfalt. Hart- und Weichkorallen, Seescheiden, Schwämme und Fische in allen nur erdenklichen Farben. Da vergisst du leicht wie trüb es an der Oberfläche ist und nass wird man heute so oder so.
Am Abend hat uns Sabine mit herrlichen Spaghetti verwöhnt. Sie hat eine fantastische Tomatensauce gezaubert und die Spaghetti mit frischem Parmesan abgeschmeckt. Hmmmm ein Genuss.
Vor dem Nachtessen gingen wir aber noch auf eine benachbarte Insel. Dort wohnt ein Japanischer Perlfarmer mit seinen Angestellten. Armin musste mit seinem Computer nach Sorong skypen, wo Maya immer noch wichtige Angelegenheiten regelt. Sie hat dann von dort versucht via Provider und Hersteller in Australien herauszufinden was mit unserer Internetverbindung nicht stimmen könnte.
Wir bleiben dran und geben unser Möglichstes.

Mantas (Samstag 4.8.12)


Nein, ich war nicht zu faul zum Blog schreiben, aber seit Freitagmittag funktioniert die Internetverbindung nicht mehr. Wir sind von der Umwelt abgeschnitten aber es geht uns gut! Jetzt können wir uns ganz auf uns und das Tauchen konzentrieren. Heute waren wir auf der Suche nach Mantas und haben sie auch gefunden. Vom Boot aus sahen wir eine Gruppe. Wir machten uns sofort tauchbereit und tauchten deshalb nicht am vorgesehenen Tauchplatz. Der Tauchgang war nicht so sensationell, einige Korallenblöcke in einer „Sandwüste“. Die Sicht war miserabel, so viel Plankton dass es für tausende Mantas gereicht hätte. Gesehen haben wir schlussendlich zwei, drei Vorbeiflüge und das war dann schon alles. Auf der Rückfahrt musste unser Guide daher ständig anhören, was er uns beim Briefing alles versprochen hatte und nichts halten konnte. Er hat dann am Nachmittagstauchgang alles wieder gut gemacht. Versprochen hat er uns nicht mehr so viel, dafür umso mehr gezeigt. Geistermuränen, Pygmäen Seepferdchen, diverse Prachtsternschnecken usw. alles tolle Fotomotive für Makrofotografie, das einzige was bei der Sichtweite am heutigen Tag möglich war. Vor dem Nachmittagstauchgang begrüssten wir noch die Crew von Pef 5, welche mit Armin und unserem neuen Gast aus Sorong anreisten. Musik und Tanz auf dem Jetty und dazu eine frische Kokosnuss zum Austrinken. Am Abend dann wieder einmal Apéro in der Strandbar, dann Nachtessen und Schlafen gehen.


Halbzeit (3.8.


Es wird einem wieder deutlich wie kurz die Ferien eigentlich sind, wenn in der Halbzeit ein Teil der Gäste die Insel verlassen. Heute Morgen mussten wir uns von Roman und Christina verabschieden. Sie durften die letzten drei Wochen die Insel geniessen. Jetzt sind wir wieder die einzigen Gäste bis Morgen. Dann kommt noch eine weitere Schweizerin und das war’s. Luxuriös, ein ganzes Resort mit Personal nur für drei Gäste!
Die See war heute besonders ruhig, so dass unsere Heimkehrer sicher eine angenehme Überfahrt nach Sorong hatten. Nach der Verabschiedung fuhren wir an einen Tauchplatz und genossen einen wunderschönen Tauchgang. Mein Computer wollte heute Mal wieder nicht tauchen und dies hat er mir unmissverständlich zu wissen gegeben. Er piepste energisch und zeigte dann abwechselnd diverse unmögliche Daten an, wieder gefolgt von nervösem piepsen. Doch auch der kann mich heute nicht aus der Ruhe bringen, denn ich weiss ich darf noch eine Woche bleiben.
Ich hab ihn einfach ignoriert.
Zur Strafe hab ich ihm nach dem Tauchgang wieder die Batterie entzogen (Reset) und nun hoffe ich dass das genützt hat und er mir nun wieder treu zur Seite steht. Falls nicht, dann …..
Thesi liegt momentan an ihrem Privatstrand, direkt neben dem Bungi Nr.6, unserem Feriendomizil.
Am Nachmittag gehen wir noch etwas schnorcheln oder „schnarcheln“, je nach dem war uns mehr anmacht. Für Morgen steht Manta suchen auf dem Programm……haben wir wohl Glück?
Da die Internetverbindung zurzeit nicht läuft, habe ich noch etwas Zeit an meinem Blog weiter zu schreiben. Anstatt schnorcheln oder schnarcheln sind wir auf dem Jungelpfad auf die andere Seite von Pef gewandert. 20 bis 30 Minuten durch den Regenwald an den Palmenstrand auf der anderen Seite. Ein eindrückliches Erlebnis, nicht nur der Regenwald, auch wie fit Thesi bereits wieder ist und den hügeligen Pfad gemeistert hat. Die Moskitostiche werden wir dann heute Abend zählen, wenn sie zu jucken beginnen.






Sorry

Ja, uns geht es gut. Nein, wir sind nicht verschollen. Nein, ich war nicht zu faul zu Schreiben.
Wir hatten ganz einfach keinen Internetzugang. Der Router auf Pef ist abgelegen. Jetzt sitzen wir auf dem Heimweg im Jakarta Airporthotel und geniessen ein Mittagessen.
Da ich jetzt Anschluss habe ans Weltnetz, poste ich nun alle bereits vorbereiteten Posts auf einmal.