Samstag, 30. Juli 2011


Heute konnten wir das Tauchen so richtig geniessen. Wurden wir zwei doch von 2 Tauchguides und einer 2 Köpfigen Bootscrew verwöhnt. Wir fuhren nach Pef Wofohl .
Ziel: Pygmi suchen, Ziel erreicht, mehrere Pygmis gefunden.
Pygmi = Pygmäen Seepferdchen, ca. 1-3 cm gross und optimal der Umgebung angepasst. Sehen aus wie die Koralle auf der sie leben.
Der Tauchplatz bot aber nicht nur die Pygmis. Wir sahen nebst tausenden Rifffischen auch einen Walkman, diverse Wobbegongs und einen riesigen Wald voll schwarzer Korallen.
Wir hatten wieder Pic-Nic auf einer verlassenen Insel, bevor wir zum zweiten TG starteten.
Dieser Tauchplatz konnte sich ebenfalls sehen lassen. Wir kamen uns vor wie in einem Aquarium. Tausende Fische zogen an uns vorbei und wir konnten die schönsten Korallenblöcke und Fächerkorallen bestaunen.  Sensationelle Tauchgänge durften wir heute geniessen.
Der restliche Tagesablauf war fast wie immer, Inselleben: Rückfahrt nach Pef, duschen, Fotos sichten und sichern, essen, erholen, schlafen….
Eine kleine Ausnahme gab es heute, Thesi übernahm das Zepter in der Küche und versuchte mit dem Petrolbrenner Backofen einen Sonntagszopf zu backen. 
Wie er geworden ist, werden wir Morgen beim Frühstück erfahren.
Pygmi

Pygmi

Wobbegong (Teppichhai)


Freitag, 29. Juli 2011

Abreisetag

Nein, zum Glück noch nicht unser Abreisetag. Aber heute gab es das grosse Abreisen. Am Vormittag noch einen TG in der Nähe der Insel, dann Koffer packen und nach dem Mittagessen machten sich alle Gäste ausser uns Zwei auf die Rückreise nach Sorong. Die Bibel muss neu geschrieben werden, denn die Vertreibung aus dem Paradies stellt man sich ganz anders vor als sie in Wirklichkeit abläuft. Alle Insulaner (Staff) versammelten sich beim Jetty und die Gäste wurden mit Musik und Gesang verabschiedet. Wie immer ganz spontan und ohne Anweisung!
Nun sind wir also die einzigen Gäste des Paradieses. Und nächste Woche bleibt das auch so!
Wir genossen dies mit einem „faulen Tag“. Wir erkundeten weitere Teile der Insel. Waren wir doch bisher noch nicht dazu gekommen den Jetty auf die andere, windgeschützte Seite der Insel zu besichtigen. Wer aus diesem Satz so etwas wie Stress interpretiert, sei eines besseren belehrt. Es ist kein Stress uns fehlte bisher einfach die Zeit. Die Einführung einer eigenen Inselzeit scheint sich sowieso negativ auf diese auszuwirken – sie scheint  viel schneller zu gehen als normal !
Um 18.00 Uhr steht ein Pétang-Duell mit Armin und Sabine auf dem Programm. Danach Inselleben, essen, geniessen, Musik hören, erholen, ein oder zwei Gläser oder Fläschchen trinken, schlafen……..


Donnerstag, 28. Juli 2011

Brandung

Die letzte Nacht schliefen wir zum ersten Mal nicht ganz so ruhig. Unter uns war heftiger Lärm.
Die Brandung schäumte und schlug mit Getöse gegen die Insel. Schwemmholz welches sich unter unserem Bungi angesammelt hatte, schlug von Zeit zu Zeit gegen die tragenden Stämme des Wasserbungis. Wir standen früh auf um für die Ausfahrt zum ersten Tauchgang bereit zu sein.
Ein schöner TG (Tauchgang) mit einigen Haien, Muränen, diversen Garnelen und Schnecken.
Nach dem Mittagessen noch etwas Ruhe und dann ging es ab zum zweiten TG. Dieser hat uns nicht so gefallen, wir hatten viel Gegenströmung und wenig Sicht. Das Meer war heute den ganzen Tag recht wellig. Auch die Bootsfahrten waren relativ unruhig. Ein Highlight des Tages war für mich der Zwischenhalt mit 11 o’clock Tee auf einer anderen Insel. Unser Kapitän organisierte bei den Einheimischen ein paar frische Kokosnüsse und eine Machete. Gekonnt spitzte er die Nuss auf der einen Seite zu und auf der anderen Seite machte er eine Stellfläche. Er schlug den Spitz ab und schon konnten wir aus der Nuss die herrliche, frische Kokosmilch geniessen. Als sie leer war, schnitzte er aus einem Stück Schale einen Löffel, halbierte die Kokosnuss und wir konnten das noch weiche Innere der Nuss geniessen. Frisch etwas ganz anderes als die verdorrten Dinger bei uns.
Nach dem TG wieder das gewohnte Inselleben, relaxen, geniessen, lecker Essen, abhängen, erholen, schlafen …….. selamat tidur

Mittwoch, 27. Juli 2011

The Passage

Dieser Post ist speziell für Niggi !

Sie fuhren nicht nur durch am 1.Tag, sie haben sie auch betaucht.
The Passage, top cristal clear, slow flight.

Technische Ausfälle


Der gestrige Tag war geprägt von techn. Ausfällen. Beim ersten TG (Rep Yembraimuk) verabschiedete sich zuerst meine Fotokamera. Der externe Blitz von Armin, welchen ich am Vortag montierte und auf Herz und Nieren prüfte verweigerte unter Wasser plötzlich seinen Dienst. Ein Foto mit Blitz war alles! Ursache unbekannt, Batterien OK, Verbindung  OK, Blitz NOK.
Sofort konzentrierte ich mich nur noch auf meine Trend Micro Kamera für Videos. Ich hatte sie am Jacket befestigt um den ganzen TG aufzuzeichnen. Da ich ohne Fotokamera die Hände frei hatte, nahm ich sie nun in die Hand um ihr eine bessere Position zu ermöglichen. Doch hoppla, was sah ich da? Der Verschluss des UW-Gehäuses war offen und die Linse beschlagen. Resultat: Videoaufnahmen durch Milchglas. Nach dem TG stellte sich heraus, dass der Beschlag nur von der Kondensation und nicht von einem Wassereinbruch war. Das kann ich, dank Kühlschrank, für den nächsten TG verbessern. Wie immer zog ich den Tauchanzug vor der Bootsfahrt zum 2.TG an. Doch supie, der Reissverschluss liess sich nicht schliessen. Er war auseinander gefallen und ein Riegel fehlte. Armin hat mir dann einen Leihanzug organisiert und so konnte ich den 2.TG (Bata Kapal) auch geniessen.
Jetzt ärgerte ich mich nur weil ich keine Kamera mehr dabei hatte. So viele Schnecken hatte ich noch nie gesehen. Da hätte ich aber tolle Bilder schiessen können. Auch die „elektrische Muschel“ hätte ich gerne aufgenommen, so etwas habe ich bisher noch nie gesehen. Nach dem TG mussten wir uns beeilen mit duschen und umziehen, denn es war Barbecue am Strand angesagt. Wir (die Schweizer) marschierten auf dem Trail durch den Urwald zum Badestrand. Dort hatte die Crew der PEF 3 eine Schweizer Familie Feuerstelle ausgehoben, die Kühlboxen deponiert und war gerade daran das Feuer zu entfachen. Nach einem kleinen Apéro mit Gin-Tonic und Kräcker belegt mit Bündnerfleisch und Käse machten wir uns daran die Stecken für die Cervelats zu schneiden. Es hatte 16 Cervelats die durch Verzehr vor dem Verfall gerettet werden mussten. Als es dunkel wurde ging es los. Es war ein tolles, romantisches, abenteuerliches Erlebnis an diesem Strand zu grillieren. Über uns der klare Sternenhimmel mit seinen Milliarden von Leuchtpunkten und in der Ferne ein Baum, voll mit „fireflys“ die mit den Sternen um die Wette funkelten. Am feinen Sandstrand, mit der leichten Brandung und einem angenehm kühlenden Windzug. Gegen 21.00 Uhr kam dann die Pef 3 wieder um uns den Fussweg, bei Dunkelheit, durch den Dschungel zu ersparen. Bei ihrer Ankunft entdeckte „Kapitän Joe“ im seichten Wasser einen echten Steinfisch. Nur gut dass da bislang niemand draufgetreten ist! Waren wir doch etliche Male in der Dunkelheit im seichten Wasser um die Hände zu waschen oder mit dem Leuchtplankton zu spielen.
Nach der Rückfahrt ging es baldmöglichst ab ins Bett um das erlebte in den Träumen nochmals zu erleben und zu vertieffen.
Barbecue

echter Steinfisch

Montag, 25. Juli 2011

Erste Tauchgänge


Heute verliessen wir um 09.00 mit der PEF 3 unsere Insel. Wir brachen auf zu einem Tagesausflug.
1 Std. Speed-Bootsfahrt nach Pulau (Insel) Fam.  Der erste Tauchplatz war Rep Guna Guna. Ein schönes Riff, nicht all zu tief, um uns wieder ans Meer und die Ausrüstung  zu gewöhnen. Unter der Aufsicht und Führung von Armin waren wir 69 Minuten unterwegs. Ein ganz langsamer, gemütlicher Tauchgang zum Geniessen.
Zum Mittagessen fuhren wir an einen menschenleeren Strand. Das Pic-Nic das uns die Crew der PEF 1 brachte, war genau so üppig und gut wie im Restaurant auf Pulau Pef. 
Wie immer durfte auch die Gitarre der Papuas nicht fehlen und nach dem Essen wurde gesungen und musiziert.
Nach der Schlemmerei ging es an den nächsten Tauchplatz, Melissa’s Garden.
Noch nie habe ich so viele verschiedene Hart- und Weichkorallenarten an einem Platz gesehen. Fantastisch! Dank der, zum Teil recht starken, Strömung hatte es grosse Fischschwärme zu bewundern. Leider benötigte der Kampf mit der Strömung auch etwas mehr Luft und deshalb mussten wir den Tauchgang bereits nach 60 Min. beenden.
Etwa gleich lang dauerte danach unsere Rückfahrt nach Pulau Pef.
Ausrüstung ausladen, waschen, selber duschen gehen, Fotoausbeute auf den Laptop laden und Blog schreiben.
In der Ferne höre ich schon wieder die Papuas beim Musizieren und Singen.

Pef 3



Pic Nic
 
Pulau Fam

Sonntag, 24. Juli 2011

Ferienbeginn


So, jetzt hat’s wieder Strom.

Nach einer wunderbaren, erholsamen Nacht bin ich gegen 09.30 Uhr doch noch erwacht. Thesi war bereits einige Zeit auf und versuchte jeden Lärm zu vermeiden. In der Hängematte auf der Veranda hat sie es sich mit einem Buch gemütlich gemacht.
Vor dem Frühstück eine erfrischende Dusche/Wäsche mit dem Mandi.
Nach dem Frühstück erkundigten wir die Insel. Wir gingen über den Trail zum Strand, das sind ca. 5-10 Min Trampelpfad durch den Urwald. Am Strand angekommen die Überraschung – trotz vorgerückter Stunde (ca. 11.45) waren wir immer noch ganz alleine da! 
Wo findet man das noch?
Wir genossen unser erstes Bad im Meer, an einer traumhaften Sandbucht mit Kristallklarem Wasser, umgeben von Mangroven und Palmen. Im Hintergrund die imposante Kulisse von Hügeln und Felsen überzogen mit tropischem Urwald. Ausser den Pfiffen und Schreien der exotischen Vögel im Urwald und dem plätschern des Wassers kein Laut zu hören. 
Diese herrliche Stille, Ferien!
Am Nachmittag sind wir mit der PEF 3, einem Tauchboot mitgefahren und haben an einem Riff geschnorchelt. Morgen werden wir sicher das erste Mal tauchen gehen.
Im Moment geniesse ich die Ruhe im Bungi, wieder mit dem plätschern der Brandung direkt darunter. Thesi liegt auf der Liege auf der Terrasse und geniesst die letzten Sonnenstrahlen
der sinkenden Sonne.


Selamat datang di Pulau Pef


Einige Stunden Schlaf im Airporthotel und schon fast wieder  wie neu geboren. Jedenfalls sind wir schon vor dem Wecker (02.45) wieder wach und bereit, den letzten Teil der Reise in Angriff zu nehmen.
Einchecken in Jakarta (03.30), Flug nach Makassar dort Transfer und Weiterflug nach Sorong alles Bestens.
Als wir um 14.00 Uhr dort landen, steht Sabine bereits dort und nimmt uns herzlich in Empfang.
Nach einem kurzen Zwischenstopp im Supermarkt, geht es mit dem „Taxi“ zum Hafen wo wir von der Bootcrew erwartet werden.
Da das Transitboot einen Defekt hatte, wurden wir mit der PEF 1, einem Langboot abgeholt. Dies verlängerte unsere Fahrt etwas, weil die PEF 1 nicht so schnell ist.
Nach einer 5 Stündigen, sehr welligen aber sau gemütlichen Fahrt erreichten wir endlich unser Paradies.
Am Jetty wurden wir von allen „Insulanern“ mit Musik und einer frischen Kokosnuss begrüsst. Gegenseitiges vorstellen, musikhören, tanzen, erzählen …..
Vor dem Bezug unseres Bungis gab’s zuerst einmal eine Kostprobe aus der Küche. Ein fabelhaftes Essen mit Reis, Fleisch und Gemüse. Dazu gab es selber gemachtes Sambal , zum selbst bedienen.
Mir war zum Weinen zu Mute! Das Zeugs war so was von scharf! Habe nur ganz wenig genommen und mit dem Reis vermischt. Meine Lippen und die Zunge fühlten sich an wie um das mehrfache aufgeblasen. Nach einiger Zeit verging es wieder und ich konnte das Essen und das wohlverdiente Bier weiter geniessen. Nach dem Essen Bezug unseres Bungis #3. Wir sind überwältigt von der Grösse und Schönheit. Alles wurde auf der Insel von Hand hergestellt, in Originalbauweise der Papuas.  Sensationell !
Thesi ging gleich schlafen. Ich musste mein Wiedersehen mit Armin noch etwas feiern und wir mussten beim degustieren des mitgebrachten Whiskys noch überprüfen ob der Generator und somit der Strom auch tatsächlich um 24.00 Uhr abschaltet. Es ist pünkt…….